MPU ab wie viel Promille? Regeln 2026
In Deutschland gelten auch 2026 unverändert strenge Promillegrenzen im Straßenverkehr. Schon geringe Alkoholwerte können ernste Folgen haben. Neben Bußgeldern und Punkten drohen Fahrverbot oder sogar der Entzug der Fahrerlaubnis. Besonders wichtig ist die medizinisch-psychologische Untersuchung, kurz MPU. Ab einem Wert von 1,6 Promille ist sie immer vorgeschrieben. Das gilt unabhängig davon, ob ein Auto, Fahrrad oder E-Scooter genutzt wurde. Der folgende Ratgeber erklärt alle Promillegrenzen, rechtlichen Konsequenzen und Sonderfälle verständlich und vollständig.
Inhalt
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Ab wie viel Promille ist eine MPU in Deutschland Pflicht?
- 2.1 Promillegrenzen 2026: Rechtslage in Deutschland
- 2.2 Konsequenzen ab 0,3 Promille im Straßenverkehr
- 2.3 Folgen bei 0,5 Promille: Bußgeld und Fahrverbot
- 2.4 Absolute Fahruntüchtigkeit ab 1,1 Promille
- 2.5 1,6 Promille: Automatische MPU-Pflicht
- 2.6 Probezeit, Fahrrad und Sonderregelungen
- 2.7 Übersicht: Promillegrenzen und Folgen
- 2.8 Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Bereits ab 0,3 Promille kann bei Auffälligkeiten eine Strafe drohen
- Ab 0,5 Promille gelten feste Bußgelder, Punkte und Fahrverbote
- Ab 1,1 Promille liegt absolute Fahruntüchtigkeit vor
- Ab 1,6 Promille ist eine MPU immer Pflicht
- In der Probezeit gilt konsequent Nullpromille
Ab wie viel Promille ist eine MPU in Deutschland Pflicht?
Eine MPU ist in Deutschland ab 1,6 Promille immer verpflichtend. Das gilt unabhängig vom Verkehrsmittel, vom Fahrverhalten und auch ohne Unfall.
Promillegrenzen 2026: Rechtslage in Deutschland
Die Promillegrenzen im deutschen Straßenverkehr bleiben 2026 unverändert streng. Bereits geringe Alkoholmengen können rechtliche Folgen haben. Entscheidend ist nicht nur der gemessene Wert, sondern auch das Verhalten im Straßenverkehr. Auffälligkeiten oder Unfälle verschärfen die Lage deutlich. Die Behörden prüfen immer den Einzelfall. Besonders streng wird Alkohol im Zusammenhang mit Gefährdung bewertet. Ziel der Regelungen ist der Schutz aller Verkehrsteilnehmer. Alkohol am Steuer bleibt damit ein hohes Risiko.
Konsequenzen ab 0,3 Promille im Straßenverkehr
Ab 0,3 Promille spricht man von relativer Fahruntüchtigkeit. Diese liegt vor, wenn zusätzlich Ausfallerscheinungen auftreten. Dazu zählen Schlangenlinien, Rotlichtverstöße oder ein Unfall. In solchen Fällen drohen Bußgeld, Punkte und ein Fahrverbot. Auch der Führerschein kann entzogen werden. Eine MPU ist bereits ab diesem Wert möglich. Viele Betroffene unterschätzen diese Grenze. Juristisch ist sie jedoch sehr relevant.
Folgen bei 0,5 Promille: Bußgeld und Fahrverbot
Ab 0,5 Promille greifen feste Sanktionen. Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld liegt zwischen 500 und 1.500 Euro. Zusätzlich werden vier Punkte im Fahreignungsregister eingetragen. Das Fahrverbot beträgt ein bis drei Monate. Bei Wiederholungstätern steigt das Risiko einer MPU deutlich. Die Behörden werten wiederholten Alkoholkonsum als mangelnde Fahreignung. Daher sind die Konsequenzen spürbar.
Absolute Fahruntüchtigkeit ab 1,1 Promille
Ab 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig. Ein Fahrfehler ist nicht mehr erforderlich. Allein der Alkoholwert reicht für eine Straftat aus. Die Fahrerlaubnis wird entzogen. Zusätzlich drohen Geld- oder Freiheitsstrafen. Eine MPU wird häufig angeordnet. Die Sperrfrist für den Führerschein beträgt mehrere Monate. Erst danach kann eine Neuerteilung beantragt werden. Ohne erfolgreiche MPU bleibt der Führerschein weg.
1,6 Promille: Automatische MPU-Pflicht
Ab 1,6 Promille ist die MPU gesetzlich vorgeschrieben. Das gilt für Auto, Fahrrad und E-Scooter gleichermaßen. Auch ohne Unfall greift diese Regelung. Die Tat wird als Straftat gewertet. In vielen Fällen verlangt die Behörde zusätzlich einen Abstinenznachweis. Ab etwa 2,0 Promille ist dieser fast immer erforderlich. Die MPU prüft Einsicht, Verhalten und Alkoholkonsum. Ohne positives Gutachten gibt es keinen Führerschein zurück.
Probezeit, Fahrrad und Sonderregelungen
In der zweijährigen Probezeit gilt die Nullpromillegrenze. Schon kleinste Mengen Alkohol sind verboten. Bei Verstößen drohen Aufbauseminar, Verlängerung der Probezeit und MPU. Auch Radfahrer sind betroffen. Ab 1,6 Promille gilt für sie ebenfalls die MPU-Pflicht. Gleiches gilt für E-Scooter-Fahrer. Der Führerschein kann entzogen werden, selbst wenn kein Auto gefahren wurde. Die Wiedererteilung erfolgt erst nach MPU und Sperrfrist. Diese liegt meist zwischen sechs und 15 Monaten.
Übersicht: Promillegrenzen und Folgen
| Promille | MPU-Pflicht | Weitere Folgen |
|---|---|---|
| 0,3 ‰ | Möglich bei Auffälligkeiten | Fahrverbot, Bußgeld |
| 0,5 ‰ | Möglich bei Wiederholung | 4 Punkte, 500–1500 € |
| 1,1 ‰ | Wahrscheinlich | Entzug der Fahrerlaubnis |
| 1,6 ‰ | Immer | Straftat, oft Abstinenznachweis |
Fazit
Die Promillegrenzen in Deutschland sind auch 2026 klar geregelt und konsequent durchgesetzt. Besonders die Grenze von 1,6 Promille ist entscheidend, da sie immer eine MPU nach sich zieht. Wer Alkohol trinkt, sollte daher konsequent auf das Fahren verzichten. Schon kleine Mengen können große Folgen haben. Dieser Überblick hilft, Risiken realistisch einzuschätzen und teure Fehler zu vermeiden.
Georg Jelinek
Georg Jelinek ist ein ausgewiesener Spezialist in der Suchtbekämpfung mit Schwerpunkt auf Drogen- und Alkoholabhängigkeit. Seine Expertise umfasst die medizinische und forensische Laboranalyse, evidenzbasierte Diagnostik sowie moderne Therapieansätze. Mit einem interdisziplinären Ansatz verbindet er wissenschaftliche Präzision mit praxisnaher Behandlung, um nachhaltige Wege aus der Abhängigkeit zu ermöglichen.



